Wieviel einfacher wäre es, wenn wir stark und mächtig wären! Dann könnten wir alles tun, was uns gefällt und allen nützt.
Aber schon vor 2000 Jahre hat es Paulus schmerzhaft erfahren müssen, dass nicht alles nach seinen Wünschen eingerichtet war
und ihm alles glatt von der Hand ging. Nein, sein Glaube brachte ihn sogar in Schwierigkeiten, von denen er vor seinem
Christsein nicht einmal geahnt hatte. Aber gleichzeitig merkte er, dass die Änderungen, die sich in seinem Leben vollzogen
hatten, vielfach neue Erfahrungen und neue Hoffnungen möglich machten. So konnte er Gottes Anwort (siehe oben) auf seine Bitte, ihn doch
stark und kraftvoll, mächtig und überzeugend werden zu lassen, schließlich unter der Gewißheit akzeptieren,
dass Gottes Kraft sich nicht auf die Weise alltäglicher Ereignisse zeigte, sondern dass Gott sich durch seine
Zusage zu Hoffnung und Zukunft an die Schwachen, Niedrigen und Armen wandte. Der Weg Gottes in der Welt war der Weg
in die Niedrigkeit, in die Schwachheit und in die Nachfolge Jesu, der versprochen hatte: Selig sind die Sanftmütigen,
denn sie werden das Erdreich besitzen!
Gerhard Schöne hat dazu ein Lied umgedichtet, das uns allen sehr bekannt ist:
Sanfter Gott, wir loben dich.
Deine Kraft wirkt in den Schwachen.
Supermänner brüsten sich,
baun sich auf, es ist zum Lachen.
Große Helden gehen ein.
Bosse sind vor dir so klein.
Sich zu diesem Weg zu bekennen, dazu gehört seit Paulus Mut und Hoffnung, Glaube und Zuversicht. Diesen Mut wünsche ich
Ihnen im Neuen Jahr 2012,
Ihr Christoph Schuppan